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Ziegel-Mauerwerk sicher bemessen

Foto: Der Traum vom Eigenheim oder einer neuen Wohnung ©birgitH/ pixelio.de.
Foto: Der Traum vom Eigenheim oder einer neuen Wohnung ©birgitH/ pixelio.de.

München, Juli 2018 (lifePR) – Sichere Tragwerksberechnung für Unipor-Mauerwerk: Künftig hilft hier die Software MINEA mit einem neuen Datensatz. Dieser beinhaltet nun Angaben zu Unipor-Produkten – mit und ohne Dämmstoff-Füllung – gemäß DIN-EN 1996-1, die die europaweit geltenden Eurocodes inklusive nationaler Anhänge umsetzt. Dabei umfasst die Datenbank ein Gros des Unipor-Sortiments: Von der rein mineralisch gefüllten „Coriso“-Gattung sind Angaben zu den Mauerziegeln in den Wärmeleitklassen 0,07 W/(mK) bis hin zu 0,10 W/(mK) hinterlegt. Hinzu kommen der holzfasergefüllte „W07 Silvacor“ sowie weitere ungefüllte Planziegel. Fachplaner können mit der MINEA-Datenbank zuverlässige Berechnungen von horizontalen und vertikalen Lasten durch Wind und Erdbeben durchführen. Unterstützt werden die Nachweisführungen mittels konstruktiver Regeln sowie rechnerisch – und zwar sowohl nach vereinfachtem als auch multimodalem Antwortspektrenverfahren. Die aktuelle Version der Software finden nachweisführende Planer unter www.minea-design.de. Weitere Informationen zu hochwärmedämmendem Unipor-Ziegelmauerwerk stehen auf der Website www.unipor.de zum Abruf bereit.


 
 
 

Preisboom bei Wohnimmobilien schwächt sich ab

Foto: Wohnhaus (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Wohnhaus (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Am Immobilienmarkt deutet sich eine Abschwächung des Preisbooms an. Der vom Hamburger Marktforschungsinstitut F+B Forschung und Beratung berechnete Wohn-Index stieg im zweiten Quartal dieses Jahres um 1,6 Prozent, nach einem Plus von 2,6 Prozent in den ersten drei Monaten. Das berichtet die „Welt am Sonntag“ vorab unter Berufung auf die aktuellen F+B-Daten.

Der Wohn-Index setzt sich zusammen aus der Preisentwicklung bei Mietwohnungen, Ein- und Zweifamilienhäusern, Mehrfamilienhäusern und Eigentumswohnungen und wird am Montag veröffentlicht. Bei den Wohnungsmieten geht die Entwicklung zwischen Neuvertragsmieten und Bestandsmieten stärker auseinander. Laufende Mietverträge verteuerten sich dem Bericht zufolge im zweiten Quartal noch um 0,3 Prozent, nach 0,4 Prozent in den ersten drei Monaten.

Die Preise für neue Verträge nach einem Mieterwechsel oder bei Erstvermietung in Neubauten dagegen zogen der „Welt am Sonntag“ zufolge wieder an. Hier habe der Anstieg 1,3 Prozent betragen, nach einem Prozent im ersten Quartal. Eine stärkere Verteuerung der Neuvertragsmieten wird der Zeitung zufolge auch durch eine zusätzliche Auswertung von Angebotsdaten des Immobilienportals Homeday bestätigt.

In Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt/Main, Stuttgart und Düsseldorf legten demnach die Angebotsmieten zwischen Anfang April und Ende Juni demzufolge im Schnitt um 1,7 Prozent zu, nach 1,4 Prozent im Quartal davor. Bei den Kaufpreisen dagegen zeichnet sich ebenfalls ein schwächeres Preiswachstum ab. Eigentumswohnungen verteuerten sich den F+B-daten zufolge so wie schon in den ersten drei Monaten noch um 1,2 Prozent.

Etwas stärker stiegen mit 2,6 Prozent die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser, wobei der Preiszuwachs auch hier im ersten Quartal höher lag – nämlich bei 3,8 Prozent, wie die Zeitung berichtet.


 
 
 

Die weiteren Aussichten für das Dach? Dachdeckerhandwerk Hessen: Wie (un-)wettersicher ist das Dach?

Foto: Auf diesem schlecht gewarteten Flachdach droht beim nächsten Starkregen die Überflutung © 2018 Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Hessen.
Foto: Auf diesem schlecht gewarteten Flachdach droht beim nächsten Starkregen die Überflutung © 2018 Landesinnungsverband des Dachdeckerhandwerks Hessen.

Weilburg, Juli 2018 (lifePR) – „Schwere Sturmböen, Gewitter und Starkregen bis zu 80 l/m2 möglich“. Das ist eine gerade im Sommer schon fast alltägliche Meldung der Wetterdienste. Und viele Hausbesitzer und Hausverwaltungen wissen gar nicht, dass ihr Dach damit vor einer harten Bewährungsprobe steht.

Seit 1. März 2011 hat der Gesetzgeber nach Einführung der überarbeiteten DIN 1055-4 verbindlich eine Windsogsicherung vorgeschrieben. Diese gilt für alle nach diesem Stichtag errichteten oder sanierten Dächer, die mit Dachziegeln oder Dachsteinen gedeckt sind. Die Vorschrift wurde ins Fachregelwerk des deutschen Dachdeckerhandwerks übernommen und gilt damit als „Stand der Technik“.

Die DIN 1055-4 unterteilt Deutschland grundsätzlich in vier verschiedene Windlastzonen. Je nach Region, geophysikalischen Gegebenheiten und Nachbarbebauung wird der Dachdecker bei Neubau und Sanierung die exakten Windsog-Sicherungsmaßnahmen berechnen. Übrigens sind auch Flachdächer und flach geneigte Dächer durchaus von Windsog bedroht und müssen entsprechend gesichert werden.

Vernachlässigt wird oft auch die Regensicherheit von Dächern. Grundsätzlich gilt die Faustregel: Je steiler ein Dach ist, desto schneller wird das Wasser abgeführt. Dies bedeutet aber auch, dass eine kontrollierte Wasserableitung nur möglich ist, wenn Dachrinnen und Fallrohre richtig dimensioniert und fachgerecht montiert sind. Besonders wichtig ist die Wasserabführung bei einem Flachdach, damit hier keine Überflutung droht. Würden sich z. B. bei einer Niederschlagsmenge von 80 l/m2 die Wassermassen auf dem Flachdach stauen, ergäbe das bei einer nur 200 m2 großen Dachfläche eine zusätzliche Belastung auf die Dachkonstruktion von 16 Tonnen – also dem Gewicht von gut einem Dutzend Mittelklasse-Pkw. Daher sind Notentwässerungssysteme verbindlich vorgeschrieben.

Mit Vorsicht sind bei flach geneigten Dächern, zu denen auch die immer beliebteren Pultdächer gehören, die Herstellerangaben zur Mindestdachneigung zu genießen. Auch wenn hier z. T. mit Werten von nur 8o Dachneigung geworben wird: Nach dem Fachregelwerk des Dachdeckerhandwerks beträgt die Regeldachneigung bei Eindeckung mit Dachziegeln und Dachsteinen 22o. Bei jeder Unterschreitung sind zusätzliche Maßnahmen bis hin zu einem wasserdichten Unterdach vorgeschrieben.

Mit diesen Fachregeln wird den immer häufiger auftretenden Wetterextremen Rechnung getragen. Die Klimaerwärmung – ganz gleich, aus welchem Grund – die Bodenversiegelung und die zunehmende Bebauung gehören zu den Hauptursachen von Unwettern bzw. verstärken diese.

Hausbesitzer und Hausverwaltungen, die diesen Stand der Technik nicht erfüllen und/oder eine regelmäßige Dachüberprüfung unterlassen, riskieren selbst bei Windstärken über 8 ihren Versicherungsschutz in der Gebäudeversicherung. Werden nämlich durch unzureichend gesicherte Dachelemente oder eine unterlassene Dachwartung Dritte geschädigt, kann sogar die Haftpflichtversicherung aufgrund mangelnder Verkehrssicherungsmaßnahmen Regress beanspruchen.

Fazit: Bei der fachregelgerechten Dacheindeckung und der Dachwartung sparen zu wollen, kann zu einer teuren Erfahrung werden. Dacharbeiten sind ausschließlich Facharbeiten.

Die Adressen qualifizierter Fachbetriebe gibt es bei der regionalen Dachdecker-Innung und im Internet unter www.hessendach.de


 
 
 

Ruhe im Raum -Bilanzierung des baulichen Schallschutzes nach DIN 4109:2016-07 für Wohnbauten aus Leichtbeton

Foto: Dachisolierung ©Rainer Sturm/ pixelio.
Foto: Dachisolierung ©Rainer Sturm/ pixelio.

Andernach, Juli 2018 (lifePR) – Musik, Gespräche, Verkehrslärm: Schon vermeintlich geringe Lärmbelastungen können bei dauerhafter Einwirkung zu gesundheitlichen Schäden führen. Eine Dauerbeschallung durch übliche Wohngeräusche fördert beispielsweise Konzentrationsstörungen – starker Straßenverkehrslärm kann bereits ein erhöhtes Risiko von Herz-/Kreislauferkrankungen bewirken. Der bauliche Schallschutz ist daher eines der wichtigsten Schutzziele im Hochbau. Hier die Nachweisführung zu verbessern, war vorrangiges Ziel der Aktualisierung der DIN 4109:2016-07 „Schallschutz im Hochbau“. Gerade beim Bau mit Leichtbeton-Mauerwerk ergeben sich einige schallschutztechnische Vorteile, die nun auch normativ verankert sind.

Der bauliche Schallschutz unterscheidet zwischen drei Arten: der Luftschalldämmung, der Trittschalldämmung und der Schallabsorption. Dabei bezeichnet die Luftschalldämmung eine Reduktion der Übertragung von Schall, beispielsweise zwischen zwei angrenzenden Räumen oder Wohnungen. Die Ausbreitung des Luftschalls wird hier in der Regel durch eine Trennwand oder die Decke verringert. Neben einer durchdachten Zonierung schutzbedürftiger und weniger schutzbedürftiger Räume sind daher auch die Schallschutzeigenschaften der Trennbauteile – und damit der verwendeten Baustoffe – zu bedenken. Daher werden im Folgenden die verschiedenen Möglichkeiten der Luftschalldämmung zwischen unterschiedlichen Wohneinheiten und -bereichen mit Hilfe geeigneten Mauerwerks dargestellt. Im Zuge dessen sollen auch die Neuerungen der DIN 4109:2016-07 „Schallschutz im Hochbau“ sowie deren Auswirkungen auf die Berechnung und Planung der Schalldämmung beim Bau mit Leichtbeton betrachtet werden.

Allgemeine Neuerungen der DIN 4109:2016

Wesentliches Ziel der Aktualisierung der DIN 4109 aus dem Jahr 1989 sollte nicht die Verschärfung der Anforderungen an den baulichen Schallschutz sein. Vielmehr stand eine Anpassung an den derzeitigen Stand der Technik sowie der Abgleich der rechnerischen Nachweisführung mit den europäisch geltenden Normen im Vordergrund. Die Übertragung der DIN EN 12354-Normreihe im Rahmen der Aktualisierung ermöglicht mit Umsetzung der europäisch genormten Rechenverfahren nun eine deutlich bessere Prognose der Schalldämmung in Gebäuden. Nachteile des bisherigen Verfahrens nach Beiblatt 1 (DIN 4109:1989 [5]) – wie die zuvor häufig unterschätzte Flankenübertragung auf den Luft- und Trittschallschutz im Massivbau – konnten damit aufgedeckt werden. Als Konsequenz geht das neu in der DIN 4109:2016 [6] hinterlegte, akustische Bilanzverfahren nicht länger von dem bewerteten Schalldämm-Maß eines Trennbauteils mit pauschalierter Flankenübertragung aus. Es verlangt stattdessen die differenzierte Berücksichtigung aller Schallnebenwege.

Entsprechend angepasst wurde die Bezeichnung der Bauteilkennwerte. Die Schalldämmung zwischen zwei Räumen wird zwar nach wie vor mit dem bewerteten Bau-Schalldämm-Maß R’w angegeben, die Eigenschaften eines einzelnen Bauteils in Bezug auf die Luftschalldämmung weist künftig aber das bewertete Schalldämm-Maß Rw aus.

Zwei-Dezibel-Bonus für Leichtbeton-Mauerwerk

Entscheidenden Einfluss auf die schalldämmenden Eigenschaften eines Baustoffes haben seine flächenbezogene Masse sowie die Biegesteifigkeit. Die grobporige Struktur durch bei der Produktion verwendete Zuschläge, wie Bims und Blähton, verschaffen Leichtbeton einen Vorteil gegenüber anderen massiven Mauerwerkssteinen. So sorgt seine poröse Beschaffenheit mit zahlreichen Lufteinschlüssen – trotz geringerer Rohdichte – für eine hohe innere Dämpfung der Schallenergie. Die aktualisierte DIN 4109 trägt diesem Sachverhalt Rechnung. Dort festgeschriebene Massekurven legen einen Bonus von zwei Dezibel für das bewertete Schalldämm-Maß Rw von Leichtbeton-Mauerwerk in Abhängigkeit von der flächenbezogenen Masse m‘ fest. Das heißt, im Bereich von m‘ 140-480 kg/m² ist der Schallschutz um zwei Dezibel höher als bei vergleichbaren Mauerwerkskonstruktionen (siehe Abbildung 1 „Massekurven“). Entsprechend dämmen beispielsweise Leichtbeton-Trennwände in einem Gebäude den Schall besser und sorgen damit für ein ruhigeres Zusammenleben.

Zulassung vereint Schallschutz und Wärmedämmung

Eine weitere Besonderheit ergibt sich bei der Bewertung von dämmstoffgefüllten Mauersteinen mit einer Rohdichteklasse unter 0,8 kg/dm³ und einer Wanddicke über 24 Zentimetern: Aufgrund ihrer unterschiedlichen inneren Geometrie kann für hochwärmedämmende Außenwand-Mauersteine nach der aktualisierten Norm kein Schallschutz-Nachweis geführt werden. Die DIN 4109:2016 verlangt für diese Fälle explizit ergänzende bauaufsichtliche Zulassungen, welche die bauakustischen Eigenschaften ausweisen. KLB-Klimaleichtblock (Andernach) verfügt mit der Zulassung Z-23.22-2074 des Deutschen Instituts für Bautechnik (DIBt) über eine solche. Sie ermöglicht den entsprechenden Schallschutznachweis für Leichtbeton-Mauerwerk mit einer Rohdichteklasse unter 0,8 kg/dm³ und einer Wanddicke von mehr als 24 Zentimetern. Hier wird unter anderem berücksichtigt, dass sich die Berechnungsverfahren mehr an der baulichen Realität orientieren. Zusätzlich zu dem bewerteten Schalldämm-Maß des Bauteils finden auch Schallnebenwege sowie Stoßstellendämmung Beachtung. Die Zulassung ermöglicht somit den Schallschutznachweis unter Berücksichtigung der 13 Luftschallübertragungswege (siehe Abbildung 2 „Schallübertragungswege“) auch für hochwärmedämmende Außenwandbaustoffe. Selbst hochwärmedämmendes, vergleichsweise leichtes Mauerwerk kann somit für den Schallschutz herangezogen werden.

Für KLB-Funktionswände mit Spitzenwerten in Sachen Wärmeleitfähigkeit ist die Schalldämmung – beispielsweise gegen Außenlärm oder gegenüber fremden Wohn- und Arbeitsbereichen – damit auf sichere Weise zu belegen. Baurechtlich gesehen kann der Schallschutznachweis so einwandfrei erbracht werden, was Architekten und Fachplanern ein hohes Maß an Sicherheit verschafft. Als Ergebnis aufwendiger Prüfstandsmessungen stellt KLB-Klimaleichtblock zudem die Direktschalldämm-Maße Rw,Bau,Ref für ihre hochwärmedämmenden Leichtbetonsteine zur Verfügung (siehe Tabelle 1 „Direktschalldämm-Maße KLB“).

Schalldämmendes Mauerwerk im Wohnbau

Alle Arten des Wohnbaus, also Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäuser sowie Mehrgeschossbauten, stellen unterschiedliche Anforderungen an den Schallschutz. Die aktualisierte DIN 4109 ist daher sowohl im Hinblick auf die Luftschalldämmung in Mehrfamilienhäusern als auch auf den Lärmschutz nach außen näher zu betrachten.

Luftschalldämmung: Neues akustisches Bilanzverfahren

Gerade im Mehrgeschossbau gilt es die Schalldämmung trennender Wände im Innenraumbereich zu bedenken. Dabei ist das Anforderungsprofil im Vorfeld genau abzuklären. Denn ein erhöhter Schallschutz kann zwar einerseits zu Mehrkosten führen, andererseits aber auch den Wohnkomfort deutlich erhöhen. Zur Bilanzierung der nötigen Schalldämmung enthält die DIN 4109:2016 eine wichtige Neuerung: Während bei Trennbauteilen zuvor von einem bewerteten Schalldämm-Maß mit pauschalierter Flankenübertragung ausgegangen wurde, verlangt das neu hinterlegte akustische Bilanzverfahren nun eine Berücksichtigung aller Schallnebenwege. Es müssen also neben dem Direktschall auch die Möglichkeiten der Flankenübertragung differenziert betrachtet werden (siehe Abbildung 2 „Schallübertragungswege“). Diese Änderung ersetzt den bisher nur ungenau formulierten Anwendungsausschluss zum Einfluss flankierender Lochsteinwände (Beiblatt 1, DIN 4109:1989 [12]) und schafft eine klare Regelung, die dem Stand der Technik entspricht. Die erforderlichen Kenngrößen für daraus folgende Berechnungen – wie die Schalldämm-Maße der Mauerwerksbaustoffe und die Stoßstellendämm-Maße – hat die Hochschule für Technik (Stuttgart) erarbeitet. Sie sind auch Grundlage zur Festlegung der Stoßstellendämm-Maße in Gebäuden aus KLB-Leichtbetonmauerwerk in der bereits erwähnten allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-23.22-2074.

Die Berechnung zur Prognose des bewerteten Bau-Schalldämm-Maßes R’w basiert – wie bereits erläutert – auf dem vereinfachten Verfahren der europäischen DIN EN 12354-1 [10]. Das Bau-Schalldämm-Maß zwischen zwei Räumen lässt sich demnach mit folgender Gleichung ermitteln:

[dB]  (1)

RDd,w = bewertetes Schalldämm-Maß für die   Direktübertragung (Trennbauteil) in dB

RFf,w = bewertetes Flankendämm-Maß für den  Übertragungsweg Ff (Flanke-Flanke) in dB

RDf,w = bewertetes Flankendämm-Maß für den Übertragungsweg Df (Trennbauteil-Flanke) in dB

RFd,w = bewertetes Flankendämm-Maß für den Übertragungsweg Fd (Flanke-Trennbauteil) in dB

n = Anzahl der flankierenden Bauteile in einem Raum

Wie zu sehen ist, bezieht die Berechnung der Schalldämmung zwischen zwei Räumen also sowohl die Schallübertragung über das trennende (D/d = Direktübertragung) als auch über das flankierende (F/f = Flankenübertragung) Bauteil mit ein. Das Bau-Schalldämm-Maß (R’w) wird schließlich durch aufsummieren der Werte für die einzelnen Schallübertragungswege bestimmt. Um die jeweilige Flankendämmung zu ermitteln, wird zusätzlich zum Direktschalldämm-Maß der beteiligten Bauteile das Stoßstellendämm-Maß Kij benötigt. Auch das bewertete Luftschallverbesserungs-Maß (∆Rw) von Vorsatzschalen ist – so diese geplant sind – für die trennenden und flankierenden Bauteile einzubeziehen.

Eingangsdaten-Ermittlung zur Berechnung der Luftschalldämmung

Die Schalldämmung einschaliger Bauteile ist vorrangig von deren flächenbezogener Masse m‘ abhängig. Zur Bestimmung der flächenbezogenen Masse einzelner Bauteile dient die Gleichung:

[kg/m²]  (2)

Diese bezieht die Dicke der Bauteilschicht in Metern (d) sowie die Rohdichte des Bauteils in kg/m³ (ρ) ein. Für die Berechnung von Mauerwerk ist in diesem Fall jedoch nicht nur die Rohdichte der Mauersteine, sondern auch die des Mauermörtels zu berücksichtigen. Wurde m‘ sowohl für die unverputzte Wand (m’w) als auch für die Putzschicht (m’p) bestimmt, lässt sich auf Basis dieser Werte schließlich die flächenbezogene Masse der verputzten Wand (m’ges) ermitteln:

[kg/m²]  (3)

Für homogene einschalige Bauteile kann die Schalldämmung nun rein aus der berechneten flächenbezogenen Masse abgeleitet werden. Darunter fallen beispielsweise ungelochte Mauersteine, plattenförmige Bauteile sowie großformatige Fertigelemente. Für Mauerwerk aus Leichtbetonloch- und Betonsteinen gilt dies ebenfalls, sofern:

Das Mauerwerk aus Vollblöcken und Hohlblöcken aus Leichtbeton (nach DIN V 18151-100 [17] und DIN V 18152-100 [18]) oder aus Mauersteinen aus Beton (nach DIN V 18153-100 [19]) besteht und Wanddicken von 24 Zentimetern oder weniger mit einer Rohdichte von 0,8 kg/dm³ oder höher aufweist.

Trifft dies zu, wird das bewertete Schalldämm-Maß Rw für homogene und quasihomogene einschalige Bauteile nach folgender Formel berechnet:

[dB]  (4)

mit Bezugsgröße m‘0 = 1 kg/m² bei 140 kg/m² < m’ges < 480 kg/m². Wie oben bereits erläutert, sind die Schalldämmeigenschaften von Leichtbeton gegenüber anderen Baustoffen mit gleicher Masse noch einmal erhöht. Bei der Bilanzierung von Leichtbeton-Mauersteinen wird somit ein Bonus von zwei Dezibel eingerechnet (Gleichung 4). Diese Berechnung gilt nicht für Mauerwerk aus gelochten Mauersteinen. Auch für diese liegt die tatsächliche Schalldämmung in der Regel über derjenigen, die aufgrund der flächenbezogenen Masse berechnet wird. Daher werden die Direktschalldämm-Maße beispielsweise für hochwärmedämmende KLB-Leichtbetonsteine mit einer Wanddicke ≥ 30 Zentimeter und einer Rohdichteklasse ≤ 0,8 wie bereits erwähnt aus Prüfstandsmessungen gewonnen (siehe Tabelle 1 „Direktschalldämm-Maße KLB“). Nach Verlustfaktorkorrektur werden diese als Rw,Bau,Ref-Werte angegeben und ermöglichen die sichere bauakustische Bemessung auch von hochwärmedämmendem Mauerwerk.

Der zweite Faktor, der sich neben der flächenbezogenen Masse auf die Schalldämmung eines Bauteils auswirkt, ist dessen Biegesteifigkeit. Sie erhöht sich automatisch, je besser die Qualität der Bauteilanschlüsse ist. Im Schallschutz werden diese auch als Stoßstellen bezeichnet. Eine feste Anbindung von trennendem und flankierendem Bauteil im Massivbau wirkt sich damit direkt auf das Schalldämm-Maß des Trennbauteiles aus. Zudem reduziert die erhöhte Steifigkeit eines Anschlusses ebenfalls die Schall-Längsleitung über flankierende Bauteile. Dabei gilt: Je größer der Masseunterschied zwischen den beteiligten Bauteilen ist, desto höher fällt auch das Stoßstellendämm-Maß Kij aus. Für Stoßstellen homogener massiver Bauteile lässt sich dies nach DIN 4109:2016-32 aus dem Verhältnis der flächenbezogenen Massen der beteiligten Bauteile ermitteln. Für akustisch besonders hochwertige Ausführungsdetails mit wärmedämmendem KLB-Mauerwerk liegen in Prüfaufbauten gemessene Stoßstellendämm-Maße bereits vor. Aus diesen wurden im Rahmen der allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassung Z-23.22-2074 Zahlenwerte der Stoßstellendämm-Maße auf dem Übertragungsweg über die Außenflanke (Ff) abgeleitet und stehen nun für die Bemessung zur Verfügung (siehe Abbildung 3 „Stoßstellen“). Neben der erhöhten Steifigkeit ist eine verbesserte Stoßstellendämmung auch durch die Entkopplung der Bauteile zu erreichen. Die Körperschallweiterleitung wird so reduziert oder gar unterbunden. Das resultierende Schalldämm-Maß kann dann entsprechend hoch ausfallen.

Schutz gegen Außenlärm: Berechnung zusammengesetzter Fassadenbauteile

Generell ist der Schallschutznachweis gegen Außenlärm für Wohngebäude nur im Falle einer erhöhten Außenlärmbelastung zu führen. Diese ist ab dem sogenannten Lärmpegelbereich III erreicht, der einen Außenlärmpegel von über 61 Dezibel (dB (A)) bezeichnet (siehe Tabelle 2 „Außenlärm“). Die Ermittlung des maßgeblichen Außenlärmpegels über die Einstufung in Lärmpegelbereiche kann durch gesetzliche Vorschriften, Bebauungspläne oder Lärmkarten erfolgen. Ist dies nicht möglich, so wird der maßgebliche Außenlärm nach DIN 4109:2016-07 ermittelt. Die Zuordnung ergibt sich dabei aus unterschiedlichen Lärmquellen, wie beispielsweise Straßen-, Schienen-, Luft- und Wasserverkehr sowie aus eventuell angesiedelten Industrie- und Gewerbeflächen. Der jeweilige Lärmpegelbereich hängt dann von verschiedenen Faktoren ab. Für Straßenverkehr sind dies beispielsweise Straßentyp, Verkehrsbelastung und der Abstand zwischen betreffendem Wohnraum und Fahrbahnmitte.

Die aus dem ermittelten maßgeblichen Außenlärm resultierenden Schalldämmwerte sind schließlich planerisch umzusetzen. Hierbei bleibt zu beachten, dass die Schalldämmung einer Fassade nicht allein vom Wandbaustoff, sondern größtenteils von dessen Fensterflächenanteil abhängt. Liegt das Schalldämm-Maß der Fenster mehr als zehn Dezibel unter dem der Wand, so ergibt sich das resultierende Schalldämm-Maß der Fassade primär aus der Schalldämmung der Fenster. Diese sind daher bei der Planung von höchster Priorität. Das kann sich ändern, wenn der Anteil der Fensterflächen von einem üblichen Maß nach unten abweicht oder die flankierende Schallübertragung eine Rolle spielt. Bei Lärmpegelbereichen mit Anforderungswerten über 40 Dezibel für das Außenbauteil ist die flankierende Schallübertragung mittels Raumbilanz durch einen Bauakustiker zu berücksichtigen. Beträgt die resultierende Schalldämmung der gesamten Fassade (R’w,ges) weniger als 40 Dezibel, kann nach DIN 4109 Teil 2 [7] ein vereinfachtes Verfahren angewendet werden. Die Berechnung des resultierenden Schalldämm-Maßes R’w,ges für ein aus zwei Elementen zusammengesetztes Fassadenbauteil erfolgt dann gemäß der Gleichung:

[dB]  (5)

Dabei bezeichnet:

S1        = die Fläche des Mauerwerks in m²

S2        = die Fläche des Fensters/der Tür in m²

Sges    = S1 + S2 = die Fläche des zusammengesetzten Bauteiles in m²

R’w,1    = das bewertete Schalldämm-Maß der Wand mit  der Fläche S1 in dB

Rw,2     = das bewertete Schalldämm-Maß desFensters/der Tür in dB

Neben der Berücksichtigung von Wandbaustoff und Fensterfläche ist dabei für sehr kleine Räume noch eine Raumflächenkorrektur in Abhängigkeit der grundflächen­bezogenen Fassadenanteile erforderlich.

Fazit

Für die zuverlässige Umsetzung von Schallschutzzielen ist eine möglichst genaue Bilanzierung nötig. Gerade im Wohnbau ist dies von höchster Priorität. Die Anpassung der DIN 4109:2016 ist dabei ein Schritt in die richtige Richtung. Die Berücksichtigung der Schallnebenwege zur Berechnung trennender Bauteile – speziell auch in Mehrfamilienhäusern – ermöglicht genauere Prognosen der Schalldämmung als zuvor. Dies erleichtert vor allem die Planung sensibler Wohnbereiche. Mauerwerk aus KLB-Leichtbeton kann hier durch seine spezielle Struktur einen wichtigen Beitrag leisten. Die normative Verankerung des leichtbetonspezifischen Zwei-Dezibel-Bonus trägt dem Rechnung. Ein hohes Maß an baurechtlicher Sicherheit gewinnen Architekten und Fachplaner zudem durch die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung, welche KLB-Klimaleichtblock zur Bilanzierung ihrer hochwärmedämmenden Mauersteine erwirkt hat. Hochwärmedämmendes Außenmauerwerk kann damit nicht nur beim Schallschutz gegen Außenlärm, sondern auch bei der differenzierten Betrachtung der Schallnebenwege problemlos einbezogen werden.


 
 
 

Einfacher planen und schneller entscheiden gegen die Wohnungsnot – Kommunales Wohnungsbaugespräch im Zeughaus Landshut

Foto: Hausbau ©Thorben Wengert/ pixelio.de.
Foto: Hausbau ©Thorben Wengert/ pixelio.de.

Landshut, Juli 2018 (lifePR) – Die Bauinnung Landshut und der Bayerische Ziegelindustrie-Verband (BZV) haben am vergangenen Mittwoch im Zeughaus in Landshut das Kommunale Wohnungsbaugespräch 2018 veranstaltet. Unter dem Motto „Bezahlbarer Wohnungsbau – nachhaltig, wohngesund und kosteneffizient“ diskutierten Claudia Zehentbauer, Obermeisterin der Bauinnung Landshut, BZV-Vorstand Thomas Bader, Oberbürgermeister Alexander Putz und Landrat Peter Dreier mit Vertretern aus Kommunen, Politik und Wirtschaft über die Lage auf dem Wohnungsmarkt und in der Bauwirtschaft. Zusätzlich informierten Bauexperten in kurzen Vorträgen darüber, wie Kommunen günstigen Wohnraum mit hoher Qualität schaffen können.

„Wir haben in Landshut viele erfolgreiche Wohnbaugenossenschaften, die jederzeit bereit sind, weitere Wohnungen zu errichten, wenn die Stadt dafür Grundstücke zur Verfügung stellt“, sagte Bauinnungsobermeisterin Zehentbauer. Eine städtische Wohnbaugesellschaft sei keine Lösung. Denn obwohl es viele solche Gesellschaften in Deutschland gebe, sinke die Zahl der Sozialwohnungen bundesweit immer schneller – allein von 2010 bis 2016 sei sie von fast 1,7 Millionen auf nur noch 1,3 Millionen Wohnungen zurückgegangen. „Dem Sozialwohnungsbau in Landshut ist mit privaten Investoren und den hervorragend arbeitenden Wohnbaugenossenschaften mehr geholfen, als mit der teuren Gründung einer städtischen Gesellschaft.“ Die Stadt müsse vielmehr massiv Bauland ausweisen und versuchen, diese Flächen selbst in die Hand zu bekommen, um die extremen Preisspekulationen einzudämmen. „Nur so können Investoren dazu gebracht werden, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.“ Laut Zehentbauer müssten in Landshut pro Jahr rund 200 Wohnungen mehr gebaut werden, als aktuell entstehen, um die Nachfrage trotz des hohen Zuzugs auf gleichem Niveau zu halten.

BZV-Vorstand Bader nannte den politischen Einfluss auf das Bauen immens. Die Abschaffung des sozialen Wohnungsbaus 2001 und der Eigenheimzulage 2006 hätten wesentlich zur aktuellen Krise auf dem Wohnungsmarkt beigetragen. „Darum sind wir froh, dass die Staats- und die Bundesregierung nun erkannt haben, dass das gesellschaftliche Megathema Bauen nur mit Unterstützung der Politik gemeistert werden kann.“ Vor allem aus dem neu geschaffenen bayerischen Bauministerium erhoffe man sich neue Impulse. Mehr Stabilität für die Bauwirtschaft brächten zum Beispiel steuerliche Regelungen, die den Verkauf von Baugrund für Landwirte attraktiver machen. Außerdem solle den Bauherren die Entscheidung überlassen werden, mit welchen Technologien und Baustoffen die Energieeinsparvorgaben erreicht werden. „Das würde Genehmigungsverfahren beschleunigen, das Bauen günstiger machen und damit den angespannten Wohnungsmarkt zügiger entlasten.“

Oberbürgermeister Putz betonte, dass die Stadt auf die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt reagiert und vor wenigen Monaten im Baureferat ein neues Sachgebiet für Wohnungsbau und Wohnungswesen eingerichtet habe. „Dort sollen sämtliche strategische Fragen des Wohnbaus erörtert und die Kräfte in diesem Bereich gebündelt werden. Einige große Projekte, zum Beispiel der Neubau von 107 Sozialwohnungen an der Breslauer Straße und am Isarweg für rund 18 Millionen Euro, sind bereits angelaufen.“ Den stetig steigenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum werden die Stadt Landshut – wie andere Wachstumsregionen auch – aber nicht alleine lösen können. Dazu sei einerseits die Mitwirkung privater Investoren und Genossenschaften nötig. „Andererseits sehe ich auch den Freistaat und den Bund in der Pflicht, sich stärker als in den vergangenen Jahren im Wohnungsbau zu engagieren.“ Ermutigende Signale dazu gebe es schon. „Jetzt müssen die Ankündigungen aber auch nachhaltig umgesetzt werden, damit diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe gemeinsam gelöst werden kann.“

Landrat Dreier bezeichnete den Wohnungsbau als eines der zukunftsbestimmenden Themen für die Kommunen. In der Zuzugsregion Landshut sei der Wohnungsmarkt schon seit längerem äußerst angespannt. „Darum brauchen wir vor allem neue Lösungen für das Bauen im Außenbereich, damit zum Beispiel nicht mehr genutzte Bauernhöfe in Wohnraum umgewandelt werden können.“ Der große Nachholbedarf bei der Schaffung von Wohnraum stelle auch die Bauwirtschaft vor Herausforderungen. „Darum können wir uns glücklich schätzen, vor Ort weltweit bekannte Unternehmen dieser Branche zu haben, deren vielseitige Innovationen und Ideen ein Segen für die Bauherren sind.“ Außerdem seien sie als verlässliche Arbeitgeber eine bedeutende Stütze für die wirtschaftliche Stärke des Landkreises.

Um den Kommunen Ansätze für eine Entspannung des Wohnungsmarktes aufzuzeigen, informierten drei Bauexperten über kommunales Bauen. Dr. Heike Piasecki, Leiterin der Münchner Niederlassung des Bauwirtschafsanalysten bulwiengesa, sprach zum Thema „Kostentreiber im Wohnungsbau in Bayern und was Kommunen selbst dagegen tun können“. Der größte Kostentreiber aus Sicht der Bauträger sind laut Piasecki die Zeitverzögerungen in den Genehmigungsverfahren bis zur Erteilung des Baurechts. „Investoren würden sich wünschen, dass die Behörden frühzeitig kommunizieren, wie die Chancen oder Risiken für ihre Projekte stehen“, sagte Piasecki. Es könne viel Zeit und Geld gespart werden, wenn schon in der Ideenphase klare Antworten kommen würden und nicht erst bei einer Bauvoranfrage. „Die Kommunen müssen aber personell, fachlich und auch finanziell in die Lage versetzt werden, diesem Anspruch gerecht zu werden.“ Es reiche nicht, wenn die Politik Wohnbaufördermaßnehmen beschließe, wenn die Genehmigungsbehörden sie nicht umsetzen könnten.

Stefan Feigel vom Landshuter Architekturbüro Feigel-Dumps stellte anhand von Praxisbeispielen über Genossenschaftswohnungen in Landshut und Ingolstadt vor, wie anspruchsvoll und dennoch günstig gebaut werden kann: Die Gebäude müssten einfach strukturiert sein, in allen Geschossen die gleichen Grundrisse und Konstruktionen aufweisen und glatte Fassaden mit einheitlichen Fenstertypen haben. Außerdem sollten Balkone mit dem Rohbau verbunden werden. „Um das einzuhalten, müssen aber auch wir Planer uns stets kritisch hinterfragen.“

Und Helmut Spillmann, geschäftsführender Gesellschafter des Bauunternehmens Kellhuber, zeigte Wege zum günstigen Wohnungsbau mit öffentlicher Förderung auf. „Nur durch steuerliche Anreize für Grundstückseigentümer wird es möglich sein, dass Bauträger und Kommunen künftig an bezahlbaren Baugrund kommen.“ Wenn Grundstücke zur Verfügung stehen, sollten Kommunen von Bauträgern in Wettbewerben Bebauungspläne entwickeln lassen. „Das ist eine gute Basis für kommunale Entscheidungen und kostenbewusstes Bauen.“


 
 
 

Loft-Look für Zuhause – Mit Bring it on Klarlack den Industrial Style für den eigenen Boden

Foto: Edler Parkettboden ©Rainer Sturm/ pixelio.de.
Foto: Edler Parkettboden ©Rainer Sturm/ pixelio.de.

Ibbenbüren, Juli 2018 (lifePR) – Ab den 1940er-Jahren nutzten immer mehr Menschen alte Fabrik- und Lagerhallen als Wohnraum, sogenannte Lofts. Vor allem Künstler in den Großstädten New York und London zogen in die offenen Wohnungen mit großer Grundfläche, da sie dort Wohn- und Arbeitsräume verbinden konnten. Die Bausubstanzen der Hallen veränderten die Eigentümer damals kaum. Heute sind Lofts hingegen keine improvisierten Wohnungen mehr, sondern ein angesagter und beliebter Trend. Durch Renovierungen entstehen in alten Industriegebäuden moderne Wohnungen. „In den neuen Lofts lässt sich häufig ein Industrial Style gepaart mit minimalistischer Einrichtung finden. Charakteristisch für die Wohnungen sind unverputzte Mauerwerke, offen verlegte Leitungen oder Sichtbeton. Vor allem der alte und rau wirkende Boden führt zu einem besonderen Charme. Dieser Loft-Look für den Boden lässt sich beispielsweise durch den neuen Klarlack von Bring it on ganz einfach nachahmen“, berichtet Freddy Ahlers, Vertriebspartner und Importeur der aus den USA kommenden Bring-it-on-Produkte.

Robuster Untergrund mit Charme

Für Immobilienbesitzer, die beispielsweise ihre Keller- oder Garagenböden aus Beton oder Estrich verschönern wollen, bieten solche Klarlacke schnelle und unkomplizierte Lösungen. „Der speziell entwickelte Klarlack von Bring it on sorgt beispielsweise für glatte und fugenlose Böden mit der Haltbarkeit einer Fliese. Die Beschichtung aus modifizierten Polyurethan-Kunstharzen lässt sich ohne Vorkenntnisse auf den vorhandenen Boden aufbringen und ist danach strapazierfähig und pflegeleicht“, sagt Freddy Ahlers. Auch in Fitness-Studios oder trendigen Büros, die sich in umfunktionierten Hallen mit Beton- oder Estrichboden befinden, lässt sich mit einem Klarlack der Loft-Look und -Charme nachahmen. Mit der richtigen Beschichtung werden die Böden so zum absoluten Hingucker und zu einem robusten Untergrund, der auch Belastungen wie schweren Sportgeräten standhält. „Zur einfachen Do-it-yourself-Handhabung kommt die Bring-it-on-Bodenbeschichtung im Komplett-Set, zusammengesetzt aus einer Hochleistungsvlieswalze, einem Beschichtungsapplikator, einem Rollenhalter, praktischem Duct-Tape-Klebeband und einem Reinigungsspray“, informiert Freddy Ahlers abschließend.

Weitere Informationen unter www.bringiton.shop

Bring it on Klarlack

UVP: 275,00 Euro, erhältlich unter www.bringiton.shop

4-Kilogramm-Gebinde für bis 50 Quadratmeter Oberfläche

Im Set enthalten: flüssige Bodenbeschichtung, Hochleistungsvlieswalze, Beschichtungsapplikator, Rollenhalter, Duct-Tape-Klebeband, Reinigungsspray

Bring it on

Die eingetragene Marke Bring it on (017357328) bietet eine innovative Lösung zur fugenlosen Bodenbeschichtung. Dieses Produkt ist eine 2-Komponenten-Beschichtung auf Basis modifizierter Polyurethan-Kunstharze und sorgt mit seinen Eigenschaften für einen universellen Einsatzbereich. Als Beschichtung für Werkstattböden, Garagenböden, Treppen, Waschstraßen, Kellerräume oder auch Swimmingpools gibt es „die Fliese aus der Dose“ in allen Farbtönen. In den USA ist die extrem belastbare, langlebige und pflegeleichte Bring-it-on-Bodenbeschichtung der Fliesenersatz Nummer eins.


 
 
 

Wohnraummiete: keine Fristsetzung bei Beschädigung der Mietsache wegen Obhutspflichtverletzung

Foto: Mietvertrag ©Sammy/ pixelio.de.
Foto: Mietvertrag ©Sammy/ pixelio.de.

München, Juli 2018 (lifePR) – Schäden an der Mietsache, die durch eine Obhutspflichtverletzung des Mieters entstanden sind, hat der Mieter nach Wahl des Vermieters durch Wiederherstellung oder durch Geldzahlung zu ersetzen. Einer vorherigen Fristsetzung des Vermieters bedarf es in diesem Fall nicht. Das gilt unabhängig von der Frage, ob das Mietverhältnis beendet ist oder nicht. BGH, Urt. v. 28.02.2018 – VIII ZR 157/17

Zum Sachverhalt:

Nach Vertragsende und Rückgabe der Wohnung verlangt der Vermieter vom Mieter Schadensersatz wegen auf fehlerhaftem Wohn- und Lüftungsverhalten beruhendem Schimmelbefall, wegen Kalkschäden an Badezimmerarmaturen, wegen Lackschäden an einem Heizkörper sowie wegen entgangener Miete aufgrund einer schadensbedingt erst verspätet möglichen Weitervermietung der Wohnung. Eine Frist zur Beseitigung der Schäden hatte der Vermieter dem Mieter zuvor nicht gesetzt.

Aus den Gründen:

Der Vermieter hat Erfolg! Eine Frist muss er vorher nicht setzen, da er Schadensersatz neben der Leistung geltend machte. Zur Abgrenzung zwischen Schadensersatz statt der Leistung (vorherige Fristsetzung zur Schadensbeseitigung nötig) und Schadenersatz neben der Leistung (keine vorherige Fristsetzung nötig) kommt es nur darauf an, ob der Schuldner eine Hauptpflicht oder nur eine Nebenpflicht verletzt. Bei der – hier verletzten – Pflicht des Mieters, die Räume vertragsgemäß zu gebrauchen, handelt es sich um eine nicht leistungsbezogene Nebenpflicht. Das gilt nicht nur im laufenden Mietverhältnis, sondern auch bei Vertragsende.

Praxishinweis:

Der BGH schafft Rechtsklarheit. In der Instanzrechtsprechung und Literatur war bislang umstritten, ob es bei Substanzbeschädigung der Mietsache einer Fristsetzung bedarf oder nicht. Im Ergebnis gleich – also kein Erfordernis der Fristsetzung – hat sich der BGH auch in einem Fall entschieden, in dem ein Verhalten des Mieters während der Mietzeit vertragskonform war, ihn bei Vertragsende nach Ansicht des BGH aber eine Beseitigungspflicht traf (Wohnungsanstrich in eigenwilligen Farben, BGH, Urt. v. 06.11.2013 – VIII ZR 416/12).


 
 
 

FDP will Privatisierung der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

Foto: Klingel an einer Wohnung (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Klingel an einer Wohnung (über dts Nachrichtenagentur)

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach einem Brandbrief der Mitarbeiter der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) fordert die FDP eine Komplett-Privatisierung der Behörde. „Die Politik und das zuständige Bundesfinanzministerium reden der Bundesanstalt bis ins Detail rein. Das frustriert Mitarbeiter und drückt auf den Erfolg“, sagte Christian Dürr, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Donnerstagausgaben).

„Die BImA braucht Freiheit und Kreativität und keine bürokratische Gängelung.“ Das sei auch die einzige Chance, gute Mitarbeiter zu halten, die dem Unternehmen derzeit den Rücken kehren würden, um in der Privatwirtschaft zu arbeiten: „Das Beste wäre es deshalb das Unternehmen zwar im Besitz des Bundes zu halten aber komplett zu privatisieren.“ Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gehört dem Bund und besitzt 470.000 Hektar und mehr als 37.000 Wohnungen.

Sie ist eine der größten Immobilieneigentümerinnen Deutschlands. Mitarbeiter der Behörde hatten kürzlich in einem Brandbrief an Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und den Haushaltsausschuss des Bundestages über „ein Klima immer größer werdender Kälte“ geklagt, „Kompetenzverlust, fehlende Personalkonzeption bis hin zu tatsächlicher Unfähigkeit, die übertragenen Aufgaben, überhaupt inhaltlich bewältigen zu können“ kritisiert.


 
 
 

Mehr Baugenehmigungen für Wohnungen

Foto: Baustelle (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Baustelle (über dts Nachrichtenagentur)

Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) – Von Januar bis Mai 2018 ist in Deutschland der Bau von insgesamt 139.600 Wohnungen genehmigt worden: Das sind 1,8 Prozent oder 2.500 Baugenehmigungen von Wohnungen mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Ohne Berücksichtigung der Wohnungen in Wohnheimen stieg die Zahl der Baugenehmigungen um 3,8 Prozent. In den ersten fünf Monaten 2018 steig die Zahl der Baugenehmigungen für neue Mehrfamilienhäuser um 8,3 Prozent.

Dagegen ging die Zahl der Baugenehmigungen für neue Einfamilienhäuser um 2,1 Prozent und für neue Zweifamilienhäuser um 2,3 Prozent zurück. Die Zahl der Neubaugenehmigungen für Wohnungen in Wohnheimen ist stark gesunken (– 30,4 Prozent). Die Zahl der Wohnungen, die durch genehmigte Um- und Ausbaumaßnahmen an bestehenden Gebäuden entstehen sollen, sank in den ersten fünf Monaten 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 Prozent.

Der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude erhöhte sich von Januar bis Mai 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,1 Millionen Kubikmeter auf 90,1 Millionen Kubikmeter (+ 11,2 Prozent), so die Statistiker weiter. Dabei ist der Anstieg sowohl auf die öffentlichen Bauherren (+ 2,0 Millionen Kubikmeter beziehungsweise + 31,9 Prozent) als auch auf die nichtöffentlichen Bauherren (+ 7,0 Millionen Kubikmeter beziehungsweise + 9,4 Prozent) zurückzuführen.


 
 
 

Hauspreise in der EU um 4,7 Prozent gestiegen

Foto: Hausfassade in Südfrankreich (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Hausfassade in Südfrankreich (über dts Nachrichtenagentur)

Luxemburg (dts Nachrichtenagentur) – Die Hauspreise in der EU sind im ersten Quartal 2018 im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent gestiegen. Im Euroraum nahmen sie im selben Zeitraum um 4,5 Prozent zu, teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Dienstag mit. Gegenüber dem vierten Quartal 2017 stiegen die Hauspreise im ersten Quartal 2018 in der EU um 0,7 Prozent und im Euroraum um 0,6 Prozent.

Unter den EU-Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, wurden die höchsten jährlichen Anstiege der Hauspreise im ersten Quartal 2018 in Lettland (+13,7 Prozent), Slowenien (+13,4 Prozent) und Irland (+12,3 Prozent) verzeichnet, während die Preise in Schweden und Italien (je -0,4 Prozent) sowie in Finnland (-0,1 Prozent) zurückgingen. Gegenüber dem Vorquartal wurden die höchsten Anstiege in Lettland (+7,5 Prozent), Ungarn und Slowenien (je +4,4 Prozent) sowie in Portugal (+3,7 Prozent) registriert, während die stärksten Rückgänge in Malta (-4,7 Prozent), Zypern (-1,8 Prozent) und Schweden (-0,8 Prozent) verzeichnet wurden.


 
 
 
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