Die eigenen vier Wände sind die beste Altersversorgung

Foto:. Wohnungsschlüssel © Shahid Abdullah auf Pixabay
Foto:. Wohnungsschlüssel © Shahid Abdullah auf Pixabay

 
 
 

(lifePR) ( Kiel, ). Das Bundeskabinett hat beschlossen, sogenannte share deals beim Immobilienerwerb zu erschweren. Aufgrund dieses Steuerschlupfloches zahlen gewerbliche Käufer von Immobilienkonzernen regelmäßig keine Grunderwerbsteuer. Dadurch entgehen allein dem Land Schleswig-Holstein jedes Jahr rund 100 Millionen Steuereinnahmen (Quelle: Finanzministerium des Landes Schleswig-Holstein). Schleswig-Holstein hat derzeit mit 6,5 Prozentpunkten den bundesweit höchsten Grunderwerbsteuersatz.


Dazu erklärte Alexander Blažek, Vorsitzender des Grundeigentümerverbands Haus & Grund Schleswig-Holstein wörtlich:

„Die eigenen vier Wände sind nicht nur der Traum vieler junger Familien, sondern gleichzeitig die beste Altersvorsorge. Wer im Eigenheim lebt, braucht sich keine Sorgen zu machen, ob die Rente für die Miete reicht. Wenn mit den „share deals“ Steuerschlupflöcher bei der Grunderwerbsteuer geschlossen werden, sollte das Land die Mehreinnahmen dafür nutzen, den Ersterwerb einer selbstgenutzten Immobilie von dieser Abgabe zu befreien.

Das entlastet auch den in Ballungsräumen angespannten Wohnungsmarkt. Wenn eine Familie in das Eigenheim zieht, wird die bisher genutzte Mietwohnung frei. Dieser sogenannte „Sickereffekt“ ist aus Sicht von Experten ein wichtiger Faktor für bezahlbares Wohnen.

Haus & Grund begrüßt die Bundesratsinitiative des Landes zu den „share deals“. Wir freuen uns, dass die Jamaikakoalition diesen Vorschlag von Haus & Grund umsetzt. Jetzt sollte die Finanzministerin Monika Heinold – wie bisher – am Ball bleiben. Share deals sind ungerecht, weil private Eigentümer – wie junge Familien – dieses Steuerschlupfloch nicht nutzen können.“