Wir brauchen mehr Eigentümer! Das Land muss den Weg in eigenen vier Wände erleichtern

Foto: Im Das nötige Kleingeld ©chocolat01/ pixelio.de.
Foto: Im Das nötige Kleingeld ©chocolat01/ pixelio.de.

 
 
 

(lifePR) ( Kiel, ). „Wir brauchen mehr Eigentümer! Dafür muss das Land den Weg in die eigenen vier Wände erleichtern. Betongold ist der wichtigste Baustein, Vermögen zu bilden sowie die beste Altersversorgung.“ Das rief Alexander Blažek, Verbandsvorsitzender von Haus & Grund Schleswig-Holstein, anlässlich des Landesverbandstags „Perspektive Eigentum“ in Flensburg den über 600 Teilnehmern und Ehrengästen, darunter Landtagspräsident Klaus Schlie, Ministerpräsident Daniel Günther und Staatssekretärin Kristina Herbst, zu. Haus & Grund reagierte mit dieser Forderung auf aktuelle Berichte über die ungleiche Vermögensverteilung in Deutschland. Das liege in erster Linie an der niedrigen Eigentümerquote mit rund 44 Prozent bundesweit. Darum schneide Deutschland im internationalen Vergleich der Vermögen schlecht ab.

„Wer früh den Traum des Eigenheims realisiert, braucht sich im Alter keine Sorgen zu machen, die Miete bezahlen zu können. Der Ersterwerb der Immobilien muss daher unverzüglich von der Grunderwerbsteuer befreit und gerade bei kleinen Einkommen staatlich bezuschusst werden,“ forderte der Verbandschef die Landesregierung auf. Die mit 6,5 Prozentpunkten bundesweit höchste Grunderwerbsteuer sei für junge Familien die größte Hürde, Wohneigentum zu erwerben. Dabei sei Wohneigentum der beste Garant gegen Altersarmut. Angesichts der demografischen Entwicklung sollte sich niemand auf den Staat verlassen, wenn die Rente für die Miete nicht ausreiche. Daher sei die derzeitige Diskussion um Wohnungsnot zu einseitig, da die Politik ausschließlich den Mietwohnungsbau fordere und fördere.

„In den Ballungszentren werden wir die aktuellen Probleme der Wohnraumversorgung nicht lösen. Wir müssen das Land, Kleinstädte und Dörfer, wieder attraktiver machen. Daher passt das Motto unseres Verbandstags „Stadt & Land“ sehr gut in die Zeit,“ erläuterte Blažek im Rahmen der Podiumsdiskussion mit der Staatssekretärin Kristina Herbst und dem Vorsitzenden der Bundesstiftung Baukultur, Reiner Nagel.