Haus & Grund zu drohenden Mieterhöhungen zum Jahreswechsel – Eigenheimer müssen keine Mieterhöhung befürchten

Foto: Finanzierung Hausbau © Pixabay.com.
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(lifePR) (Kiel, Dezember 2018) „Wer in den eigenen vier Wänden lebt, braucht keine Mieterhöhung zu befürchten. Daher müssen wir Wohnungseigentum fördern und nicht nur sozialen Wohnungsbau.“ So kommentierte Alexander Blažek, Verbandsvorsitzender von Haus & Grund Schleswig-Holstein, die heutige Berichterstattung im shz-Verlag zu drohenden Mieterhöhungen für über 20.000 Haushalte, weil dort die Mietpreisbindungen wegfielen. Daher begrüße der Grundeigentümerverband die Pläne des Innenministeriums, mit den Mitteln der sozialen Wohnraumförderung auch den Ankauf oder den Neubau von etwa 700 Eigenheimen zu fördern.


 
 
 

„Sozialer Wohnungsbau allein ist kein Allheilmittel. Diese Förderung ist teuer und nicht immer zielgenau“, kritisierte der Verbandschef Forderungen des Mieterbundes, den sozialen Wohnungsbau auszuweiten, wörtlich. Es würde rund 3 Milliarden Euro kosten, die rund 20.000 aus der Belegungsbindung wegfallenden Sozialwohnungen zu ersetzen. Bei einer Wohnung mit einer durchschnittlichen Größe von 70 Quadratmetern Wohnfläche und Baukosten in Höhe von mindestens 2.500 Euro/Quadratmeter bei einer Förderung in Höhe von 85 Prozent der Baukosten kämen Beträge zusammen, die die gesamte Förderung des Bundes pro Jahr überstiegen, die sich für 2019 auf lediglich 1,5 Milliarden Euro beliefen. Darüber hinaus gebe es im sozialen Wohnungsbau eine hohe Fehlbelegungsquote. In zahlreichen Sozialwohnungen lebten Mieter, deren Einkommen die bei Einzug zulässige Höhe übersteige. Den vom Wegfall der Belegungsbindungen betroffenen Haushalten helfe eine Erhöhung des Wohngelds. Das funktioniere schnell und zielgenau.

„Private Vermieter gehen fair mit den Betriebskosten um,“ stellte Blažek zur Kritik des Mieterbundes, Wohnungsunternehmen würden sich an den Betriebskosten bereichern, klar. Private Vermieter, die mit über 60 Prozent der auf dem Wohnungsmarkt angebotenen Wohnungen das Rückgrat der Wohnraumversorgung bildeten, bemühten sich redlich, die Betriebskosten so gering wie möglich zu halten. Im Gegensatz zu großen Wohnungsunternehmen verfügten private Vermieter über keine eigenen Firmen, über die die Betriebskosten zu Lasten der Mieter in die Höhe getrieben werden könnten. Preistreiber Nummer Eins bei den Betriebskosten einer Wohnimmobilie sei aber der Staat, wenn zum Beispiel in Kiel die Müllgebühren kräftig angehoben würden.

Verband Schleswig-Holsteinischer Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer e. V.
Haus & Grund Schleswig-Holstein vertritt die Interessen des privaten Grundeigentums und hat landesweit rund 68.300 Mitglieder.