Rettet die Keller! ABG saniert Keller nahe Braunkohletagebau in NRW

Foto: Kellerbau ©Lutz Hering/ pixelio.de.
Foto: Kellerbau ©Lutz Hering/ pixelio.de.
(lifePR) (Hamburg, Oktober 2018) Die politische Diskussion um die Zukunft des Braunkohletagebaus ist anlässlich der CO2-Ziele, des Klimawandels und der Rodung des Hambacher Forstes in vollem Gange. Doch was passiert, wenn der Tagebau eingestellt wird? Soviel ist klar: das Grundwasser wird zurückkehren. Tausende Keller sind schon heute von Feuchtigkeit bedroht. So wie der von Günther R. aus Willich. Herr R. holte sich Rat und Tat von den Abdichtungsspezialisten der Firma ABG und ließ seinen Keller mit dem ABG-Kellerdicht-System ‚Indoor‘ abdichten.

Günther R. ist ein geduldiger Mann. Einer, der zunächst genau analysiert, bevor er seine Schlüsse zieht. Herr R. wohnt in Willich, einer Kleinstadt am Niederrhein im Dreieck zwischen Düsseldorf, Krefeld und Mönchengladbach. Mit den Braunkohletagebaugruben von Hambach, Garzweiler und Inden, die nur 20 km Luftlinie entfernt entstanden sind, hat er eines der größten und umstrittensten deutschen Energieprojekte praktisch direkt vor der Haustür; Grund für Herrn R. anonym bleiben zu wollen. Mitte der 1960iger Jahre hatte der Energiekonzern RWE systematisch mit einer großflächigen Absenkung des Grundwassers („Sümpfung“) im Abbaugebiet begonnen. Denn damit Braunkohle gewonnen werden kann, muss das Grundwasser abgesenkt und bis unter den tiefsten Punkt des Tagebaus abgepumpt werden. Ansonsten würde der Tagebau voll Wasser laufen, und die Böschungen könnten wegbrechen. Mit einer Jahresförderung von 90,45 Millionen Tonnen (2016) ist das Rheinland das bedeutendste deutsche Braunkohlen-Abbaugebiet. In der Vergangenheit wurden im gesamten Braunkohlenrevier bis zu 1,4 Milliarden Kubikmeter Wasser jährlich abgepumpt; seit 2014/2015 liegt die Menge immer noch bei 570 Millionen Kubikmetern pro Jahr.

Die Grundwasserabsenkung lässt sich jedoch nicht auf den Tagebaubereich beschränken. Sie wirkt auch weit in die Umgebung der Tagebaue. Der Absenkungstrichter umfasst ein der Gebiet von über 3.000 km². In verschiedenen Forschungs- und Untersuchungsberichten wurde eine Einflussgrenze des Tagebaus bis zur Autobahn 52 gezogen. Günther R. Haus liegt 500 m nördlich dieser Trasse. Doch er ist überzeugt, dass der Einfluss noch bis zu seinem Grundstück reicht. Denn mittlerweile kehrt das Grundwasser zurück. „Durch RWEs Sümpfungsmaßnahmen hat sich ein riesiger grundwasserfreier Trichter gebildet der laut früherer Wasserhaushaltsverträge wieder gefüllt werden muss. RWE wandert mit dem Tagebau praktisch von mir weg, pumpt Grundwasser vor sich ab und hinten in die abgebauten Gebiete wieder rein“, beschreibt Herr R. das Dilemma. Um diese Problematik des Grundwasserwiederanstiegs nach Beendigung der Kohleförderung und die damit verbundenen Risiken für Bergschäden eingehend fachlich-wissenschaftlich zu untersuchen und Entscheidungsgrundlagen zu schaffen, hat das Land NRW eine Arbeitsorganisation unter Einbeziehung aller Akteure und Interessenvertretungen geschaffen, wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz betont. Ein bürokratischer Prozess, bei dem oftmals Wirtschafts-, Umwelt- und Bürgerinteressen gegeneinander stehen. Schon jetzt seien, nach Ansicht des BUND Landesverband Nordrhein-Westfalen, die Schäden durch den Tagebau Garzweiler irreversibel – Trinkwasserbrunnen fallen dauerhaft trocken, Grundwassereinzugsgebiete verändern sich, ganze Grundwasserlandschaften werden zerstört. RWE sieht das naturgemäß anders. „Die schlimmen Befürchtungen, dass überall im Revier die Keller nass werden, (…), werden sich nicht bewahrheiten“, machte Michael Eyll-Vetter, Leiter Tagebauentwicklung, RWE Power AG in seiner Begrüßungsrede zum Bergschadensforum 2016 deutlich.

Das Institut für Bauforschung Aachen der Rheinisch-Westfälisch Technischen Hochschule wurde bereits vor 16 Jahren vom Kreis Neuss beauftragt, einen Ertüchtigungskatalog für nachträglich abzudichtende Wohnbauten zu erstellen. Anlaß war die Situation im Stadtbereich Korschenbroich, wo laut Abschlussbericht „der Grundwasserspiegel kontinuierlich ansteigt und viele Gebäude keine Abdichtung gegen Feuchte und/oder Wasserdruck haben“. Auf 125 Seiten werden Abdichtungslösungen für Neubauten und Bauten im Bestand beschrieben, u.a. auch der Einsatz von Kunststoff-Dichtungsbahnen nach DIN 18 195-6, die wesentlicher Bestandteil des ABG-Kellerdicht-Systems ‚Indoor‘ sind. Die Stadt Willich informiert zwar auf Ihrer Internetseite über die Entwicklung der Grundwasserstände, aber ohne einen Bezug zum Braunkohleabbau herzustellen. Dennoch wird ebendort der Ertüchtigungskatalog Korschenbroich zum Download angeboten.

Im Stadtteil Willich-Schiefbahn lag der Grundwasserstand in der Vergangenheit durchschnittlich bei 35,50-36,70 m ü. NN. Nach Günther R. Bauplänen, müsste seine Oberkante Kellersohle bei 36,16 ü. NN liegen. 2002 bemerkte er erstmals den Auftrieb des Bodens in einem Kellerraum, später dann lief der Raum mit Wasser voll. Für Herrn R. stellte sich die Frage, wie zig-tausenden Bürgern in der Gegend geholfen werden kann, deren Keller teilweise schon jetzt unter Wasser stehen. Denn nachdem die Pumpen versuchsweise schon einmal abgeschaltet wurden, hat dies zu heftigen Protesten der betroffenen Bevölkerung geführt, so dass sie wieder angeschaltet wurden. Er begann sich zu informieren, um das Problem in die eigene Hand zu nehmen. Von der Politik oder RWE versprach er sich letztlich keine Hilfe. 2015 stieß er auf das ABG Kellerdicht-System ‚Indoor‘ der Hamburger ABG Abdichung, Boden und Gewässerschutz GmbH.

Mit dem ABG®-Kellerdicht-System ‚Indoor‘ ist es möglich, vom Grundwasseranstieg betroffene Keller mit einer innen liegenden Wannenabdichtung nachträglich zu sanieren. „Um den Keller nicht aufzugeben, die Lebensqualität zu erhalten und den Wert des Hauses wieder herzustellen, ist diese Investition in eine dauerhaft wasserdichte Lösung gut angelegt“, betont ABG-Geschäftsführer Kolja Winkler. Wie auch die anderen Varianten des ABG-Kellerdicht-Systems garantiert die Indoor-Lösung einen absolut wasserdichten und atmungsaktiven Wohnkeller. Auch wer keinen Keller hat, aber im Erdgeschoss unter Hochwasser oder aufstauendem Sickerwasser leidet, kann nach Abdichtung durch das ABG-Kellerdicht-System „Indoor“ wieder trockenen Fußes sein Haus betreten. Im Gebäude wird eine patentierte ABG-Dichtungsbahn aus Polyethylen hoher Dichte (PEHD) über dem Kellerboden verlegt und innen an den Kellerwänden hochgeführt. Ihre einzelnen Bahnen werden thermisch miteinander verschweißt und auf 100%ige Dichtheit geprüft. In Herrn R. Keller auf eine Höhe von 25 cm. Über die Dichtungsbahn verlegen die spezialisierten ABG-Monteure die ABG-Atmungsfixbahn, die für eine Hinterlüftung der Kellerwand sorgt. Um anfallendes Kondenswasser abzuführen, installiert ABG einen Kontrollschacht mit Pumpe in der Sohle. So werden anstehendes Wasser und Feuchtigkeit wirksam vom Mauerwerk abgehalten. „Der Bauherr sollte lediglich bedenken, dass durch den neuen Wandaufbau und den neuen Estrich ein Teil des ursprünglichen Raumvolumens verloren geht“, erläutert Winkler.

Zu kalkulieren sind Kosten für den vorherigen Rückbau und den späteren Innenausbau. Die Installation des ABG®-Kellerdicht-Systems „Indoor“ kostet in der Regel zwischen 5.000 und 10.000 Euro, ist aber selbstverständlich von der Größe und Raumaufteilung abhängig. Für Winkler „gut angelegtes Geld, um die Lebensqualität und den Wert des Hauses wieder herzustellen“. Günther R. erhielt von ABG 10 Jahre Gewährleistung.

Mittlerweile ist im Hause R wieder alles im grünen Bereich. Regelmäßig kontrolliert der Bauherr den Wasserstand im Schauröhrchen des Pumpensumpfs. Nach der Abdichtung ließ er im Keller 8 cm Estrich einbringen und die bisherigen Fenster ausbauen und durch doppelt so große ersetzen. „Die Türstürze habe ich nach oben hin aussägen lassen, damit durch die neue Fußbodenhöhe die Türen passen. Die Innenwände wurden im unteren Bereich (60 cm hoch) mit do-it-Bauplatten verkleidet (XPS 6 mm) und mit Schlagdübel oberhalb Ihrer Abdichtungsfolie an der Betonwand befestigt, so dass die ganzen Innenwände jetzt mit einem kapillaraktiven Sanierputz verputzt werden konnten“, so R.

Günther R. ist eigentlich ein furchtloser Typ, doch Angst sei immer da, meint er. Vor allem, wenn Politik und Wirtschaft keine Antworten auf die dringenden Fragen der Region finden: Wie werden die Auswirkungen sein, wenn RWE nach Abbau der Kohle das entstandene riesige Loch zum Badesee mit Wasser füllt und wie hoch werden die Niederschläge in der Zukunft sein? Entsprechende Pläne für einen „Indeschen Ozean“ liegen vor. Bereits September 2006 stellte der Gemeinderat Inden einen Antrag, wonach das Restloch des Tagebaus ab dem Jahre 2035 zu einem Freizeitsee werden soll. Der See hätte dann eine Fläche von 11,6 km² bei 180 m Tiefe und würde seinen endgültigen Pegel im Jahr 2065 erreichen. Doch auch für die nahegelegenen Tagebaue Garzweiler (23 km²) und Hambach (42 km²) sind bereits noch größere Seen in Vorplanung. Gleichzeitig verursachen die Wetterschwankungen große Unsicherheiten, da das Wasser wegen der Bodenschichten nicht gut versickern kann und deshalb der Grundwasserspiegel bis zu 1,80 m schwanken kann. Schlechte Aussichten für viele Keller in NRW.

Firmenanschrift:

ABG® Abdichtungen Boden- und Gewässerschutz GmbH
Ochsenwerder Landscheideweg 36
21037Hamburg